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Buchhaltung28. Juni 2026· 5 Min. Lesezeit

EÜR einfach erklärt: die Einnahmen-Überschuss-Rechnung für Einsteiger

Was ist die EÜR, wer darf sie nutzen und wie funktioniert sie? Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung verständlich erklärt — mit Zufluss-Abfluss-Prinzip, typischen Posten und Tipps.

Illustration einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung
Das Wichtigste in Kürze
  • Die EÜR stellt Betriebseinnahmen den Betriebsausgaben gegenüber — der Überschuss ist dein Gewinn.
  • Sie gilt das Zufluss-Abfluss-Prinzip: Was zählt, ist der Zeitpunkt der Zahlung.
  • Erlaubt für Freiberufler und viele Kleinunternehmer — solange keine Bilanzierungspflicht besteht.
  • Mit sauber erfassten Belegen ist die EÜR schnell erledigt.

Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) ist die einfachste Form der Gewinnermittlung — und für die meisten Selbstständigen, Freiberufler:innen und kleinen Betriebe die richtige. Statt einer doppelten Buchführung mit Bilanz stellst du einfach gegenüber: Was ist reingekommen, was ist rausgegangen?

So funktioniert die EÜR

Die Formel ist denkbar einfach:

Die Grundformel

Betriebseinnahmen − Betriebsausgaben = Gewinn (Überschuss)

Du sammelst also über das Jahr alle Einnahmen (deine bezahlten Rechnungen) und alle Ausgaben (deine Belege) und ziehst sie voneinander ab. Der Überschuss ist dein steuerlicher Gewinn.

Das Zufluss-Abfluss-Prinzip

Entscheidend ist bei der EÜR der Zeitpunkt der Zahlung, nicht das Rechnungsdatum. Eine Einnahme zählt in dem Jahr, in dem das Geld auf deinem Konto eingeht; eine Ausgabe in dem Jahr, in dem du sie bezahlst. Das nennt man Zufluss-Abfluss-Prinzip.

Das unterscheidet die EÜR von der Bilanzierung, bei der bereits das Entstehen der Forderung zählt. Welche Methode für dich gilt, hängt von Rechtsform und Umsatz/Gewinn ab.

Wer darf die EÜR nutzen?

  • Freiberufler:innen (z. B. Designer, Berater, Entwickler) — unabhängig von der Höhe des Gewinns.
  • Gewerbetreibende, solange sie nicht zur Bilanzierung verpflichtet sind (Umsatz- und Gewinngrenzen beachten).
  • Viele Kleinunternehmer — die Kleinunternehmerregelung und die EÜR lassen sich gut kombinieren.

Typische Betriebsausgaben

Zu den häufigsten absetzbaren Posten gehören Wareneinkauf, Fremdleistungen, Büromaterial, Software, Telefon/Internet, Fortbildung und Fahrtkosten. Welche Ausgaben du absetzen kannst, zeigt der Beitrag Betriebsausgaben absetzen.

Wichtig: Belege sammeln

Ohne Beleg keine Ausgabe. Bewahre alle Belege auf und ordne sie sauber zu — das ist die halbe Miete für eine schnelle EÜR. Mehr dazu unter Belege & GoBD.

Lunabook führt Einnahmen und Ausgaben automatisch zusammen — Belege per Foto erfassen, EÜR-Überblick jederzeit parat.

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Hinweis: Dieser Beitrag ist eine allgemeine Einführung und ersetzt keine Steuerberatung.

Häufige Fragen

Was ist die EÜR?

Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist eine vereinfachte Gewinnermittlung: Betriebseinnahmen minus Betriebsausgaben ergeben den Gewinn. Sie kommt ohne doppelte Buchführung und Bilanz aus.

Was bedeutet das Zufluss-Abfluss-Prinzip?

Es zählt der Zeitpunkt der Zahlung: Einnahmen werden im Jahr des Geldeingangs erfasst, Ausgaben im Jahr der Bezahlung — nicht nach Rechnungsdatum.

Wer darf die EÜR machen?

Freiberufler unabhängig vom Gewinn sowie Gewerbetreibende, die nicht zur Bilanzierung verpflichtet sind. Viele Kleinunternehmer nutzen die EÜR.

Brauche ich für die EÜR eine Software?

Pflicht ist sie nicht, aber eine Software, die Einnahmen und Belege automatisch zusammenführt, spart viel Zeit und reduziert Fehler.

Stand: 28. Juni 2026 · Lunabook Redaktion. Allgemeine Informationen, keine Steuer- oder Rechtsberatung — im Zweifel die Steuerberatung fragen.